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Psychische Belastungen angehen – jetzt!

TBS-Netz-Tagung am 11. bis 13. Juni 2013 in Berlin

Psychische Belastungen und damit chronische Erkrankungen, dauerhafte Behinderungen oder sogar Arbeitsunfähigkeit greifen in der Arbeitswelt um sich. Wichtige Instrumente zum Umgang mit psychischen Belastungen sind das Betriebliche Eingliederungsmanagement und Gefährdungsbeurteilungen. Auf der Tagung wird deren Einsatz einer Zwischenbilanz unterzogen. Welchen Einfluss können Interessenvertretungen ausüben? Welche Konzepte sind erfolgreich? Reichen die Vorgaben oder benötigen wir zusätzlichen politischen Druck, etwa durch eine Antistress-Initiative, wie sie die IG Metall vorschlägt? Das sind weitere Themen.

Programm und Anmeldung

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Dienstag, den 23. April 2013 um 09:42 Uhr

FtBurnoutWenn der Kopf zu schwer wird... Stress macht krank.
Foto: Dorothee Beck
Am 20. April stand TBS-Beraterin Claudia Drewel-Sprenger in der Sendung „Arbeit & Soziales auf HR Info Rede und Antwort. Es ging um psychische Belastungen und Erkrankungen im Betrieb. Als Hauptursachen nannte sie Arbeitsverdichtung und Zeitdruck. Auch ständige Störungen, etwa im Großraumbüro, lösten Stress aus, so Drewel-Sprenger. Bei der Arbeitszeit seien nicht nur die Lage und die Dauer von Bedeutung, sondern vor allem die Vorhersehbarkeit. „Wenn ich nicht weiß, ob ich um 5 Uhr oder um 20 Uhr zur Arbeit muss, macht mich das kirre"; sagte die Beraterin.
Anders als ihr Gesprächspartner, Dr. Stephan Sandrock vom Institut für angewandte Arbeitswissenschaft in Düsseldorf, hält Drewel-Sprenger die Arbeitsgesetzgebung nicht für ausreichend, um Beschäftigte vor zu viel Stress und psychischen Erkrankungen zu schützen. Eine Anti-Stress-Verordnung, wie sie die IG Metall fordert, würde die zu allgemeinen Regelungen im Arbeitsschutzgesetz verbindlich machen, und psychischen Faktoren die gleiche Bedeutung zumessen wie körperlichen Belastungen.
Aus ihrer Praxis als Sicherheitsfachkraft in kleinen und mittleren Unternehmen weiß Drewel-Sprenger aber auch, dass es an Information und Aufklärung fehlt. Als zentralen Hebel für belastungsarme Arbeit nannte die Expertin Gefährdungsbeurteilungen, wie sie im Arbeitsschutzgesetz vorgeschrieben sind – jedoch ganzheitlich, also mit Blick auf psychische Belastungen.

HR-Info Arbeit & Soziales „Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz"

   

Donnerstag, den 11. April 2013 um 14:06 Uhr

Schlagzeilen gemacht hat die Hannover Messe 2013 zunächst wegen der Verletzung von Menschenrechten im Partnerland Russland und des barbusigen Protests einiger Aktivistinnen der Frauenrechtsorganisation Femen während des Messerundgangs von Kanzlerin Angela Merkel mit Russlands Präsident Vladimir Putin. Inzwischen rücken auch Trends und Entwicklungen der Hannover Messe in den Blick. In der Sendung Arbeit & Soziales auf HR-iNFO am 13. April um 11.35 Uhrwurde das Leitthema „Integrated Industry" diskutiert. Mit dabei waren Herbert Beel, Leiter der TBS Hessen, und Jürgen Matthes, Export-Experte im Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln.

Unter Integrated Industry wird die zunehmende Vernetzung aller Bereiche verstanden. Maschinen, Anlagen, Werkstücke und Bauteile sollen Daten in Echtzeit untereinander austauschen, so die Vision, die auch unter Industrie 4.0 diskutiert wird. Beel erinnerte in diesem Zusammenhang an den Hype um das Computer Integrated Manufacturing (CIM) vor 20 Jahren. CIM sei jedoch nicht eins zu eins realisiert worden. Vielmehr wurde es in Kombination mit Produktionssystemen nach dem Toyota-Prinzip unter den spezifisch deutschen Bedingungen adaptiert. Eine große Rolle beim Erfolg dieser Anpassung hätten qualifizierte Facharbeit und die deutsche Mitbestimmungskultur gespielt. Wer wissen will, welche Lehren daraus für die Industrie 4.0 gezogen werden können, kann die Sendung im Internet nachhören.

Arbeit & Soziales in Podcast und MP3

   

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